Highlights im Fachbereich Gesellschaft, Politik, Umwelt

Film: Black lives matter

Film am Mittwoch, 19.05.2021 um 18:00 Uhr im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

Die Filme lassen auf der einen Seite junge Menschen und People of Colour zu Wort kommen. Erzählt werden ihre rassistischen Verletzungen in der Vergangenheit, ihre Wut und ihr Wunsch nach Gleichheit und Gerechtigkeit, ihre Motivation, sich zu zeigen und zu kämpfen für ein respektvolles Zusammenleben aller Menschen hier in Deutschland. Auf der anderen Seite geht es in den Filmen darum, Rassismus und weiße Privilegien zu erkennen, Weiß-sein zu reflektieren und Verantwortung als Weiße zu übernehmen.

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Auf ein Wort:

Gespräch mit OB Pelgrim

Am Donnerstag, 20.05.2021 um 19:30 Uhr mit Hermann -Josef Pelgrim und Marcel Miara im Globe. Der Eintritt ist frei.

Auf ein Wort!
Ein politisch-persönlicher Rückblick auf 24 Jahre als Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Hall

Das Gespräch mit Hermann-Josef Pelgrim moderiert VHS-Geschäftsführer Marcel Miara

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Stauffenberg:

Ein Name, der verpflichtet

Am Montag, 07.06.2021 um 19:00 Uhr mit Karl Graf von Stauffenberg im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Das Attentat vom 20. Juli 1944 ist ein einschneidendes ­Ereignis in der deutschen Geschichte, das bis heute nachwirkt. Über die Tat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg wird bis heute gestritten und in jüngerer Zeit sogar wieder mehr. Sein Enkel Karl Graf Stauffenberg, der sich als Liberaler in der Politik und gegen ­Extremismus ­jeglicher Couleur engagiert, erklärt, welche Bedeutung die Tat seines Groß­vaters für seine ­eigenen Überzeugungen und für sein eigenes ­Handeln heute hat. ­Stauffenberg berichtet darüber, wie in der Familie über seinen Großvater und das Attentat geredet wurde und wie sie in den Jahrzehnten seit dem Kriegsende damit umging. Vor allem zeige die Tat seines Großvaters, dass nichts ­wichtiger ist als der Wert der Freiheit.

Zur Person: Karl Graf Stauffenberg ist Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Er lebt und arbeitet in Würzburg.

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Der fremde Deutsche

Am Donnerstag, 10.06.2021 um 19:30 Uhr mit Umes Arungairinathan im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Der fremde Deutsche ist die Geschichte der  Integration eines tamilischen Flüchtlings, der als unbegleiteter zwölfjähriger Junge aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland kam.
In seinem Buch berichtet Umes Arungairinathan über das Leben in seiner neuen Heimat. Als ehemaliger Flüchtling und deutscher Staatsbürger versucht er, die Möglichkeiten, Erwartungen und Probleme für eine gelungene Integration auszuloten. Dabei setzt er sich auch kritisch mit den Lebensformen seines Herkunftslandes auseinander. Der Autor will mit seinem Buch bei Deutschen um mehr Verständnis für Flüchtlinge werben und zugleich Flüchtlinge ermutigen, sich in die deutsche Gesellschaft einzubringen.

Zur Person:
Umeswaran Arunagirinathan flüchtete 1990 vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka.. Auf einem Schlepper wird er über Singapur und Dubai ins westafrikanische Togo geschleust. Von dort aus kommt er alleine nach Deutschland, wo er bei einem Onkel in Hamburg unterkommt. Schon als Schüler droht ihm immer wieder die Abschiebung, doch schließlich schafft er es als Assistenzarzt ans Hamburger Herzklinikum und wird eingebürgert. Heute arbeitet er als Herzchirurg.

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Städtebauliche Exkursion:

Karlsruhe

Am Samstag, 12.06.2021 von 09:00 bis 18:00 Uhr mit Martin Weis.

In Karlsruhe gibt das innovative städtebauliche Mehrgenerationen-Wohnen Quartier Albgrün mit sieben Wohngebäuden. Gemeinschaftlich leben bedeutet für die Bewohnerinnen und Bewohner in Albgrün schöner leben. Über 250 Menschen, jung und alt, Karlsruher*innen und "Eingeschmeckte" leben derzeit im Quartier und gestalten das Gemeinschaftsleben im Wohnprojekt. Leben und Wohnen in Mehrgenerationenprojekten heißt, mit Gleichgesinnten den verloren gegangenen Zusammenhalt wiederzufinden und neu zu gestalten. In der Exkursion besichtigen wir das spannende Quartier.

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Whiskyfinish:

Der Geist des Weines

Am Samstag, 12.06.2021 von 19:00 bis 22:00 Uhr mit Werner Boßmann im Haus der Bildung.

Die an diesem Abend verköstigten Destillate reiften zuerst in traditionellen Eichenfässern bevor sie zur Nachreifung in ausgewählte Weinfässer gefüllt werden. Das Ergebnis ist ein ausgewogenes Aromaerlebnis für Nase und Gaumen, die typischen Aromen der Weine verbinden sich mit denen der Whiskys zu verführerischen Kombinationen. Freuen Sie sich auf einen weiteren abwechslungsreichen Abend mit schottischen Bildern von Landschaften, Kultur, Menschen und Produktion über denen der Geist des Weines schwebt.

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Religion und Gesellschaft:

Ein spannungsreiches Verhältnis

Ab Montag, 14.06.2021(5 x) jeweils von 19:30 bis 21:00 Uhr mit Peter Jost im Haus der Bildung.

Der Theologe Peter Jost lädt ein, anhand des Buches „Christ & Culture“ über das Verhältnis von Religion und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Es stammt von Richard Niebuhr, einem der bedeutendsten amerikanischen Ethiker des 20. Jahrhunderts. Veröffentlicht 1951, ist das Buch heute noch wert zu diskutieren,  
da es sich um ein „Klassiker“ handelt, wenn es um das Problem der Beziehung von Glaube und Kultur geht. Die Lektüre der anspruchsvollen und nur in englischer Sprache erhältlichen Veröffentlichung wird nicht vorausgesetzt.
Jeder Gesprächsabend wird mit einem Vortrag über eine von fünf Verhältnisbestimmungen der Geistesgeschichte eingeleitet: Christentum als Gegenkultur, Teil der Kultur, Leitkultur, transformierende gesellschaftliche Kraft sowie in paradoxer Spannung zur Kultur.

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Stadtplanung trifft Bürgerschaft

Informations- und Diskussionsforum mit EBM Peter Klink

Am Mittwoch, 23.06.2021 um 19:30 Uhr mit Peter Klink im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Erster Bürgermeister und Baudezernent Peter Klink stellt aktuelle Themen der Stadtentwicklung -  und der Öffentlichkeit zur Diskussion.

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Theatergespräch "late night": Nathan der Weise

Nathan der Weise

Am Donnerstag, 24.06.2021 um 23:00 Uhr mit Marcel Miara im Festsaal im Stadtgut Hotel und Gasthof Goldener Adler. Der Eintritt ist frei.

In diesem Sommer inszenieren die Freilichtspiele auf der Großen Treppe von St. Michael das Stück "Nathan der Weise" von Lessing. Im Anschluss an eine Vorstellung spricht Marcel Miara mit Intendant Christian Doll, Dramaturg Franz Burkhardt und Schauspieler/innen über das Stück und die Haller Inszenierung.

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Haller Religionsgespräch

Am Montag, 28.06.2021 um 19:00 Uhr mit Markus Grübel MdB im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Die Verfolgung religiöser Minderheiten hat viele Gesichter. Alle von ihnen sind hässlich. Weltweit werden heute hunderte Millionen Menschen wegen ihrer religiösen Überzeugung benachteiligt und verfolgt. In vielen Staaten der Erde ist das Menschenrecht der Religionsfreiheit ein Fremdwort. Das 7. Haller Religionsgespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, nimmt daher die politische Arbeit für Religionsfreiheit und für den Dialog der Religionen zur Stärkung gemeinsamer Werte und des Friedens in den Fokus.

Zur Person: Markus Grübel ist seit 2018 Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit.

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Sie nennen mich Nela

Inklusive Lesung in Leichter Sprache

Am Freitag, 02.07.2021 um 19:00 Uhr mit Claudia Schäfer im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Nela ist ein Hund.
Sie kommt aus Spanien.
Nela wurde auf der Straße geboren
und später in ein Tier-Heim gebracht.
Dort bleiben die Hunde nur 3 Wochen.
Dann müssen sie einen neuen Besitzer gefunden haben.
Sonst werden sie getötet.
Die (fast) wahre Geschichte erzählt das Leben von Nela:
Vom spanischen Tier-Heim bis zu uns nach Deutschland.
Claudia Schäfer hat das Buch geschrieben.
Nela ist ihr Hund.
Und Nela kommt natürlich auch mit zur Lesung.

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Transsexualität als Menschenrecht

Am Dienstag, 06.07.2021 um 18:00 Uhr mit Mari Günther im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Zwischen der Angst vor dem „Hype“ und der Entpsychopathologisierung trans*geschlechtlichen Lebens.

Mari Günter, Fachreferentin für Beratungsarbeit und Fortbildung im Bundesverband Trans* und Beraterin des Bundesgesundheitsministeriums spricht zum aktuellen Stand der medizinischen Versorgungssituation und der rechtlichen Lage von trans* Personen. Die Diskussionsrunde soll Gelegenheit geben, sich zu den regionalen Versorgungserfahrungen auszutauschen und bei Bedarf zu vernetzen.

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Motorradreise von Malaysia nach Australien

Am Montag, 12.07.2021 um 19:00 Uhr mit Hartmut Schmidt im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

Gerade noch rechtzeitig vor der Corona-Krise konnte Hartmut Schmidt die zweite Etappe seiner Weltumrundung mit dem Motorrad beenden. Die Fahrt führte von Malaysia über Indonesien und Osttimor nach Australien. Mit spannenden Geschichten und eindrucksvollen Bilder berichtet er von seinen einmaligen Erlebnissen auf der anderen Seite der Welt.

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Postwachstum

Wege in eine neue Gesellschaft

Am Dienstag, 13.07.2021 um 19:30 Uhr mit Frank Adler im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Wie werden demokratische Übergänge zu einem Leben und Wirtschaften möglich, deren Qualität und Stabilität nicht vom permanenten Wachstum abhängen? Reicht dafür eine Bottom-up-Strategie? Reichen all die Non-profit-Unternehmen, Tauschläden und Kulturen des Selbermachens als Keime einer im Entstehen begriffenen Postwachstumsökonomie und -gesellschaft? Wir meinen: Nein. Ohne grundlegende Reformen des gesamten institutionellen Rahmens für unser Produzieren und Arbeiten, Konsumieren und Miteinanderumgehen wird eine solche Transformation wohl nicht gelingen. Durch welche Politiken kann eine sozial-ökologische Transformation in Richtung Postwachstumsgesellschaft unterstützt werden? Frank Adler stellt dar, wie der dafür nötige gegenhegemoniale Druck und Resonanzraum entstehen kann, mit welchen Widerständen dabei zu rechnen ist, und durch welche Strategien und Akteurskonstellationen diese überwunden werden könnten.

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Haller zeigen ihre Stadt

- Mit: Martin Weis

Am Mittwoch, 14.07.2021 von 16:00 bis 18:00 Uhr mit Martin Weis. Treffpunkt: Froschgraben, Kocherquartier.

Martin Weis, Kunstliebhaber, Moderator des "Roten Sofas" und von "Schwatz & Weis", lädt Sie zu einem einmaligen und persönlichen Stadtrundgang ein: Was liebt er an Hall? Welche biographischen Verbindungen hat er mit der Stadt, und wo kann er sich neue Perspektiven vorstellen? Im Anschluss ist ein gemeinsamer Ausklang geplant.

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Staatsschutz - Mit: Generalbundesanwalt Dr. Frank

Am Donnerstag, 15.07.2021 um 19:00 Uhr mit Dr. Peter Frank im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Staatsschutz. Strafrechtliche Bekämpfung von Extremismus  und Terrorismus

Die rechtsextreme Ermordung von Walter Lübke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, das Attentat in Hanau , der islamistische Anschlag von Anis Amri auf den Berliner Weihnachtsmarkt oder auch linksextreme Gewalt:  Bei staatsgefährdenden Delikten wie Terrorismus und politisch motivierter Kriminalität von besonderer Schwere zieht regelmäßig der Generalbundesanwalt  bzw. die Bundesanwaltschaft das Verfahren an sich. Mit seinem Besuch im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall wird der Generalbundesanwalt Peter Frank höchstpersönlich über die strafrechtliche Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus in sprechen. Ein wichtiges Thema in angespannten Zeiten, in denen die Bedrohungen für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung stetig zunehmen.

Zur Person:
Dr. Peter Frank, seit 2015 Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof.

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Pilzkundliche Führung

Am Sonntag, 18.07.2021 von 14:00 bis 17:00 Uhr mit Karl-Heinz Johe, Pilzsachverständiger DGfM.

Nicht nur Kenntnisse zum Bestimmen von Speisepilzen und deren Unterscheidung von giftigen Verwechslungspartnern soll die Führung vermitteln, sondern sie soll auch die Bedeutung von Pilzen im Ökosystem Wald aufzeigen.

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ImpulsBar:

Freiheit

Am Donnerstag, 22.07.2021 um 18:30 Uhr im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Ein kurzer, knackiger und mitunter etwas provokativer Impulsvortrag. Dazu stilechte Musik. Und ein Barbetrieb mit guten Gesprächen und bester Laune.  Das ist die "ImpulsBar" im Haus der Bildung.
Die ImpulsBar widmet sich diesmal dem Thema "Freiheit." Seien Sie mit dabei!

Impulsvortrag: Marcel Miara
Musik: Hans Kumpf, Improvisationen auf dem Theremin
Mann an der Bar: Martin Weis

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Emanzipation

Zur Geschichte und Aktualität eines politischen Begriffs

mit Prof. Dr. Alex Demirovic im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Der Begriff der Emanzipation spielte in der Geschichte vieler sozialer Bewegungen seit dem 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Insbesondere in der kritischen Theorie von Marx bis Marcuse hatte der Begriff eine zentrale Bedeutung. Die neue Linke der 1960er und 1970er Jahre berief sich emphatisch auf ihn, während die feministischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts den Begriff der Emanzipation vielfach durch den der Befreiung ersetzten. Anders als Gleichheit oder Freiheit, auf die verbreitet Bezug genommen wird, ist der Begriff der Emanzipation allerdings kaum Gegenstand grundsätzlicher Reflexion geworden. Beklagt wurde schon in den 1970er Jahren seine Vieldeutigkeit. In den poststrukturalistischen und postkolonialen Diskussionen wurde und wird zudem starke Kritik an diesem Begriff formuliert, weil er zu einem Feld von Begriffen gehört, die ihrerseits mit Herrschaftspraktiken verbunden sind: Aufklärung, Freiheit, Autonomie, Subjekt, Vernunft, Universalismus oder Fortschritt. Vor dem Hintergrund aktueller Auseinandersetzungen um Begriff und Sache der Emanzipation wird diskutiert, ob und inwiefern Emanzipation heute zur Selbstverständigung über soziale Befreiungsversuche taugt, bzw. wie ein zeitgemäßer, intersektionaler Begriff von Emanzipation beschaffen sein müsste und Orientierung geben kann.

Zur Person: Alex Demirovic, Professor am Fachbereich Sozialwissenschaften der Goethe Universität Frankfurt am Main.

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Neben uns die Sintflut

Wie wir auf Kosten anderer leben

Onlinevortrag ab dem 01.10.2021 mit Prof. Dr. Stephan Lessenich auf dem Youtube-Kanal VHS Schwäbisch Hall

Im Grunde wissen wir es alle: Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Doch nur zu gerne verdrängen wir unseren Anteil an dem sozialen Versagen unserer Weltordnung. Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet eine sehr konkrete und politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Anders, als wir noch immer glauben möchten, profitieren nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Und jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen.

Zur Person: Stephan Lessenich ist Professor für Soziologie an der LMU München. Er war u.a. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und gilt als einer der bedeutendsten kritischen Gesellschaftstheoretiker unseres Landes.

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Joachim Gauck – Toleranz einfach schwer

Tag der Demokratie

Vortrag und Lesung am 28.10.2021 um 19:30 Uhr mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck.

Die Lebensentwürfe, Wertvorstellungen, religiösen und kulturellen Hintergründe der Menschen werden immer vielfältiger. Manche erleben dies als Bereicherung, nicht wenige aber als Last. Was muss die Gesellschaft, was muss der Einzelne tolerieren und wo liegen die Grenzen der Toleranz? Wie viel Andersartigkeit muss man erdulden und wie viel Kritik aushalten? In seinem neuen Buch streitet Joachim Gauck für eine kämpferische Toleranz: Ich war und bin bis heute der Meinung, dass es kein Laisser-faire geben darf gegenüber jenen, die Pluralität und Toleranz mit Füßen treten. Toleranz, die Nachsicht und Duldsamkeit preist gegenüber den Verächtern der Toleranz, hilft den Tätern und nicht den Opfern. Intoleranz gegenüber einer Intoleranz, die Menschen unterdrückt und verachtet, ist eine Haltung von Demokraten im Namen der Menschenwürde. Aus der entschiedenen Überzeugung heraus, dass die Gesellschaft eine deutlichere und bewusstere Debatte über Toleranz benötigt, spürt er den Fragen nach: Was macht Toleranz aus und was macht sie notwendig? Und warum ist Intoleranz heute so populär und attraktiv?

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Verschwörungstheorien:

Warum sie so erfolgreich sind

Am Montag, 24.01.2022 um 19:30 Uhr mit Prof. Dr. Michael Butter im Brenzhaus. Mit Abendkasse.

"Corona wurde von den Chinesen im Labor gezüchtet. Bill Gates ist für die Pandemie verantwortlich, weil er eine globale Impfpflicht will. Oder: Sein Ziel ist es, die Weltbevölkerung zu reduzieren." Diese und andere Verschwörungstheorien haben sich in der Corona-Krise ebenso schnell und global verbreitet wie das Virus selbst. Doch was versteht man unter einer Verschwörungstheorie? Warum glauben Menschen an solche "Erklärungen"? Wie gefährlich sind Verschwörungstheorien? Und was kann man dagegen unternehmen? Antworten auf solche Fragen findet man seltener als Verschwörungstheorien selbst. Anhand der aktuellen Ereignisse wird Prof. Michael Butter in das Wesen von Verschwörungstheorien einführen.

Zur Person: Michael Butter ist Professor für Amerikanische Literatur und Kulturgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Seit Jahren befasst er sich mit der Entstehung, Bedeutung und Wirkung von Verschwörungstheorien und ist in den Medien regelmäßig als Experte präsent. Sein Buch zum Thema "Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien" erschien 2018 im Suhrkamp-Verlag.

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