31.05.2017

Schwimmkurs für Jesidinnen

Kategorie: Presse

Franziska Moster / Bild: Diana Pankau

In einer einmaligen Kooperation haben der Fachbereich Jugend, Schule und Soziales der Stadt, der ZONTA Club Schwäbisch Hall und die Volkshochschule gleich zwei Schwimmkurse für jesidische Frauen verwirklicht. Die Frauen lernten unter fachkundiger Anleitung von VHS-Schwimmlehrerin Franziska Moser sich sicher im Wasser zu bewegen. Nach neun Kursabenden in der Kleinschwimmhalle Tullauer Höhe fühlen sich alle für den Sommer und die Badesaison gerüstet. „Es hat viel Spaß gemacht“, bestätigen die Teilnehmerinnen und Franziska Moser fügt hinzu „auch für mich war es eine große Bereicherung.“
Baden-Württemberg hat auf Initiative des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann als einziges Bundesland über ein eigenes Sonderkontingent tausend Frauen und Mädchen aus dem Nordirak aufgenommen, die besonders schutzbedürftig sind. Viele von ihnen sind jesidischen Glaubens und wurden deshalb von den Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit brutalsten Methoden verfolgt. Nun sind sie in 22 Kommunen im Land untergebracht, wo sie in Sicherheit leben können und auch therapeutisch begleitet werden.
“Auch die Stadt Schwäbisch Hall gehört zu diesen Kommunen“, wie Diana Pankau, Integrations- & Flüchtlingsbeauftragte der Stadt, sagt. „Dass wir gerade für diese Frauen ein Angebot machen wollen, um sich in unsere Gesellschaft zu integrieren, stand für uns als Frauen-Serviceclub schnell fest“, erklärt Christel Noller, Präsidentin von ZONTA Schwäbisch Hall. Mit der Stadt und der Volkshochschule wurden zwei weitere verlässliche Partnerinnen gefunden, die den Kurs organisierten, finanzierten und durchführten.