19.01.2017

Dschihadistische Radikalisierung von Jugendlichen

Kategorie: Presse

Foto: Fotolia.com_Prazis

Bildungsregion und Volkshochschule laden zum Vortrag der Islamismus-Expertin Claudia Dantschke ins Haus der Bildung am Donnerstag 26.01.2017 um 19.30 Uhr ein. 


Der IS-Terror erreichte dieses Jahr Europa, in Deutschland steigt die Zahl der Salafisten, im Dezember erschütterte ein Terroranschlag die Hauptstadt Berlin. Es ist schwer vorstellbar, dass Jugendliche, die in einem ganz normalen Umfeld in Deutschland aufwachsen, plötzlich radikalisiert in den Dschihad ziehen. Was sind Ihre Gründe? Wie können Sie den Weg zurück finden? Auf schwierige Fragen bieten Ideologien wie der politische Salafismus scheinbar eindeutige Antworten. Provokante und radikale Rhetorik und Erscheinungsformen erzeugen Aufmerksamkeit, gleichzeitig wird Gemeinschaft und Identität versprochen. Angezogen werden nicht selten "religiöse Analphabeten" – mittlerweile Jugendliche mit Migrationshintergrund genauso wie Jugendliche aus „biodeutschen“ Familien. Immer häufiger begeistern sich auch Mädchen und junge Frauen für radikalreligiöse Tendenzen. Was macht salafistische Deutungsmuster so attraktiv für manche Jugendliche in Deutschland? Welche Faktoren begünstigen Radikalisierungsverläufe? Was zieht selbst Mädchen und Frauen in das militante Milieu, zu den sogenannten Dschihadisten bis nach Syrien oder in den Irak? Und wie ist dieser Entwicklung wirksam zu begegnen? Aktueller denn je ist die Frage wie diesen Entwicklungen präventiv begegnet werden kann.

Die Referentin steht nach Ihrem Vortrag für Fragen zur Verfügung. 

Zur Person:


Claudia Dantschke studierte Arabistik an der Universität Leipzig und ist Mitarbeiterin der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH Berlin Berlin, für das Sie mehrere Studien veröffentlichte. Ihre Schwerpunkte sind Migration, Islam und Islamismus. Seit Juli 2010 leitet sie die „Arbeitsstelle Islamismus und Ultranationalismus“ in der ZDK gGmbH. Seit Ende 2011 leitet Sie die Beratungsstelle "Hayat", die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird. Hier werden Angehörige oder Lehrer salafistisch oder dschihadistisch orientierter Jugendlicher betreut und beraten.